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Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| 48,30 € |
50,00 € |
-1,70 € |
-3,40 % |
24.04/12:51 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0006202005 |
620200 |
- € |
- € |
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Salzgitter Investitionsprogramm bringt langfristig mehr Ertrag 22.07.2011
Bankhaus Lampe
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Marc Gabriel, Analyst vom Bankhaus Lampe, rät die Aktie von Salzgitter (ISIN DE0006202005 / WKN 620200) weiterhin zu kaufen.
Lediglich bei Kokskohle (+46%) haben wir in Q2 noch starke Preissteigerungen gesehen, während die anderen Einsatzstoffe auf USD-Basis (Q2: Erz -4%, Schrott: +3,3%) ebenso wie die CRC EU-Stahlpreise (-5,6%) in Q2 die hohe Volatilität hinter sich gelassen zu haben scheinen, was unseres Erachtens für eine bessere Kalkulationsbasis bei den Produzenten sorgt, so die Analysten vom Bankhaus Lampe.
Die hohe Auslastung der Produktionskapazitäten dürfte im Bereich Flachstahl und Grobblech zu einer weiterer Margenverbesserung geführt haben, während das Ergebnis der Peiner Träger noch von der schwachen Nachfrage aus der Bauwirtschaft (AE dt. Hochbau zwar +13,2% yoy, aber Vorjahr -31% yoy, d.h. es würden noch über 20% Steigerung fehlen) negativ geblieben sein dürfte. Jedoch sollten der Parallelbetrieb der beiden Öfen in Peine (+0,9 Mio. t Kapazität auf jetzt 1,9 Mio. t) dank eines geringeren Fremdbrammenbezugs ab 2012 bis zu 60 Mio. EUR zusätzliches Ergebnispotential bringen.
Aufgrund der hohen Belastungen aus den Verschärfungen der Klimaziele beim CO2-Ausstoß (dt. Plan: -30% Einsparung bis 2020, d.h. bis zu 25 EUR/t Mehrbelastung für den dt. Stahlproduzenten) bei einem physikalischchemisch nicht mehr zu reduzierenden CO2-Ausstoß bei der Hochofenstahlproduktion in Deutschland habe u. a. Salzgitter gestern eine Klage gegen die verschärften EU-Regelungen eingereicht. Mittelfristig werde dies zur Folge haben, dass Salzgitter sich zukünftig noch stärker auf internationale Märkte fokussieren werde und seine Diversifizierung in industrielle Bereiche fortsetze.
Die hohen Investitionen (über 2 Mrd. EUR seit 2007) sollten in den kommenden Jahren ein zusätzliches jährliches Ergebnispotential von 155 Mio. EUR liefern. Zusammenfassend dürften diese Punkte dazu beitragen, dass die zukünftigen Ergebnisse sich weiter verbessern würden und daher könnten sich die Analysten vorstellen, dass die Gewinnprognose (aktuell: bis zu 150 Mio. EUR EBT) bei der Vorlage der Q2-Ergebnisse weiter erhöht werde.
Insgesamt sehe man die Salzgitter AG weiterhin als das substanzstärkste Stahlunternehmen der Branche mit einem auskömmlichen Liquiditätspolster von 1,6 Mrd. EUR (BHLe: FY2011), einem Eigenkapital von fast 4 Mrd. EUR bei einer Marktkapitalisierung von aktuell 2,8 Mrd. EUR. Gleichwohl würden viele Investoren die Aktie aufgrund ihres vergleichbar hohen KGVs 2011 von 20,5 als teuer ansehen. Dabei liege das cash-adjustierte KGV11 bei sehr attraktiven 8,8 und 2012 sogar bei nur 4,1. Bei derartigen Bewertungsniveaus und der hohen Substanz dürfte die Salzgitter AG einen konjunkturellen Abschwung deutlich besser verkraften als andere Gesellschaften.
Die Aktie habe sich langfristig besser entwickelt als viele andere Anlageformen.
Die Analysten vom Bankhaus Lampe sehen langfristig keinen Grund, warum sich dies nicht fortsetzen sollte und empfehlen weiterhin den Kauf der Salzgitter-Aktie bei einem unveränderten Kursziel von 75 EUR. (Analyse vom 22.07.2011) (22.07.2011/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens. Weitere möglichen Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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